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AUF SPURENSUCHE NACH RUSSISCHEN KRIEGSGEFANGENEN.Über fünf Millionen sowjetische Militärangehörige wurden von den Nazis im Zweiten Weltkrieg verhaftet. Jeder zweite sah seine Heimat nie wieder - erfroren, verhungert, am Straßenrand erschossen. Wo erinnert ein Denkmal in Deutschland daran? Als Opfergruppe werden sie kaum wahrgenommen. Eine Entschädigung erhalten sie - anders als zivile Zwangsarbeiter - nicht. Der Berliner Verein KONTAKTE-KOHTAKTbI versucht zu helfen, stellt Kontakte zu ehemaligen Kriegsgefangenen her. Und er organisiert Spenden.
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Der Bundestag wird sich nicht an einem NPD-Verbotsantrag beteiligen. Ein Verfahren wird es dennoch geben, allerdings beantragt nur durch die Länder, denn auch die Bundesregierung zieht nicht mit. Ein Verbot aber wäre kontraproduktiv - und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Problem viel wichtiger.
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DIE RECHTE SZENE BRAUCHT DIE NPD NICHT. Die NPD in Mecklenburg-Vorpommern - und besonders in Vorpommern - ist in fester Hand der Freien Kameradschaften. Der NPD-Landtagsabgeordnete Michael Andrejewski spricht es offen aus: Nach einem Parteienverbot geht die Arbeit vor Ort genau so weiter, wie bisher. Vielleicht sogar effektiver. Sie wird aber auch gefährlicher werden, weil die Extreme Rechte nicht mehr unter dem Label "NPD" agiert, sondern in scheinbar belanglosen Bürgerbündnissen. Die Gesellschaft hatte dem Treiben der NPD ohnedies wenig entgegenzusetzen. Lange Zeit herrschte Schweigen - doch es tut sich etwas im Nordosten.
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DAS KREATIVE PREKARIAT VON BERLIN. Sie sind talentiert und gut ausgebildet, sie arbeiten gerne und viel. Sie fotografieren, schreiben, designen oder spielen Theater. Es zieht sie nach Berlin, denn die Stadt ist ein bisschen wie sie selbst: arm, aber sexy. Viele Freiberufler leben am Rande der Armutsgrenze. Fürs Existenzminimum sorgen Nebenjobs oder Hartz IV. Trotzdem wollen sie mit niemandem tauschen. Denn sie bestimmen ihren Arbeitsalltag selbst und fühlen sich nur der eigenen Kreativität verpflichtet.
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GUT WEIßENHAUS AN DER OSTSEE. Was macht man mit viel Geld, sehr viel Geld? Der Multimillionär Jan Henric Buettner entschied sich, ein ganzes Dorf zu kaufen: Das Gut Weißenhaus an der Hohwachter Bucht in Schleswig-Holstein. Die Ostsee und der beliebte Weißenhäuser Strand sind einen Steinwurf entfernt. Buettner, der mit Gründungen und Investments in den Neuen Medien zu einem erheblichen Vermögen kam, wollte mit seinem Geld etwas mit Gegenwert schaffen: Aus dem Gutshof im strukturarmen Ostholstein soll nicht ein Grand Hotel werden, nein, ein "Grand Village" - ein Feriendomizil für Menschen, die es sich leisten können, ein paar Hundert Euro pro Nacht auszugeben. Die wenigen Bewohner, die noch in den inzwischen instandgesetzten Häusern um das Schloss herum für drei Euro pro Quadratmeter leben, haben ein lebenslanges Bleiberecht - und nehmen so an einem Leben teil, von dem sie wohl nie gewagt hätten, zu träumen.
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DIE IDENTITÄRE BEWEGUNG. Eine neue, rechtsextreme Bewegung hat Deutschland erreicht: Die Identitären. Sie besteht aus losen Gruppierungen, führt unangemeldete Flashmobs und spontane Aktionen durch, vor Moscheen, in Einkaufspassagen oder U-Bahnen. Das wichtigste Medium ist das Internet. Die Aktionen werden gefilmt und in Videoportale eingestellt. Etwas neues ist das nicht, auch wenn die "Identitären" poppig und jugendlich erscheinen. Neu ist, dass sie mal agitatorisch, mal als flashmobbende Spaßguerrilla daherkommen. Dahinter steckt die alte, muslim- und fremdenfeindliche Hetze. Es wurde nur der Begriff der Rasse gegen den der Identität ersetzt.
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