Thilo Schmidt | Journalist aktualisiert am 17.04.2017
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Foto: Lilo Tadday, Helgoland
BABYLON IN BERLIN. WARTEN AM ZENTRALEN OMNIBUSBAHNHOF

Von Berlin nach Kiew, nach Bukarest, Paris, Zagreb oder Istanbul - wer billig reisen will und womöglich viel Gepäck dabei hat, der fährt mit dem Bus. Der Zentrale Busbahnhof in Berlin ist Drehkreuz für alle, die sich mit viel Sitzfleisch auf solche Reisen begeben: ein kunterbuntes Babylon, laut, hektisch, schmutzig. Vorfreude trifft auf Abschiedsschmerz. Backpacker auf Wanderarbeiter. Die Anlage ist schon über 50 Jahre alt, überfüllt und überfordert, nun wird sie modernisiert. Dann ist es vorbei mit dem Warten in der orangefarbenen Plastikschale.
Deutschlandradio Kultur - Die Reportage, 16. April [Hören ...]
DER ALTE MANN UND SEIN ERBE

KREUZTAL, FRIEDRICH FLICK UND DIE SCHATTEN DER VERGANGENHEIT. 2008 wurde das dem Kriegsverbrecher Friedrich Flick benannte Gymnasium in Kreuztal umbenannt - nach einer heftig geführten Auseinandersetzung. Journalisten aus ganz Europa kamen in die Kleinstadt im Siegerland, auch wir hatten mehrfach aus Kreuztal berichtet. Ermöglicht, so sagen Beobachter, wurde die Umbenennung, weil sich der damalige Bürgermeister Rudolf Biermann gegen große Widerstände für eine Umbenennung einsetzte. Ein Jahr später wurde er als Bürgermeister abgewählt, nachdem ihn selbst seine eigene Partei schnitt. Was bewegt Kreuztal?
Deutschlandradio Kultur - Länderreport, 20. März [Hören ...]
WHO THE FUCK IS FRIEDRICH FICK?

In Würzburg ist eine Straße nach Friedrich Fick benannt. Fick, nicht Flick. Das finden einige Anwohner, nun ja, ein bisschen vulgär. Und weil sie rot anlaufen, wenn sie nach ihrer Adresse gefragt werden, finden sie, der Name muss weg. Nun beschäftigte sich der Würzburger Stadtrat mit der, äh, dings. Fick-Affäre.
Deutschlandradio Kultur - Länderreport, 28. Februar [Hören ...]

AUSSAGE GEGEN AUSSAGE.

VOM SCHWIERIGEN UMGANG MIT VERGEWALTIGUNGSVORWÜRFEN. Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist verbreiteter, als man glaubt. Allerdings: Falsche, teils böswillige Vergewaltigungsvorwürfe auch. Das ist nicht erst seit dem Fall Kachelmann bekannt. Ralf Witte saß fünf Jahre unschuldig im Gefängnis - wegen eines Vergewaltigungsvorwurfes, der so nie hätte zur Anklage kommen dürfen. Ein beispielloses Versagen der Justiz hat dieses Fehlurteil möglich gemacht. Wem soll man warum (nicht) glauben und wo enden die Möglichkeiten der Kriminologie?
Deutschlandradio Kultur - Zeitfragen, 13. Februar [Hören ...]