Thilo Schmidt | Journalist aktualisiert am 25.07.2022
VISIONEN
VITRINE
VITA
VISITENKARTE
Foto: Lilo Tadday, Helgoland
UMSTEUERN AUF DER LETZTEN MEILE.
WIE WIR IN ZUKUNFT BELIEFERT WERDEN
 

Der Paketversand wächst rasant, und neben Paketen lassen sich die Deutschen mittlerweile Getränkekisten, Essen und Drogerieartikel in großem Stil liefern. Das belastet die Innenstädte – durch Emissionen und Verkehr oder das Parken auf Rad- und Gehwegen. Doch der Branche könnte ein Umbruch bevorstehen. Immer mehr Paketdienstleister stellen mit großen E-Lastenrädern zu, auch Güterstraßenbahnen könnten demnächst emissionsfrei Pakete in großem Stil in die Innenstädte fahren. Und möglicherweise fährt nicht mehr jeder einzelne Dienstleister jede Straße an, sondern ein einziger, der die Pakete aller Paketdienste bringt. Das alles wäre schon fast eine Revolution, weil sich logistische Prozesse radikal ändern würden.
Deutschlandfunk - Hintergrund, 14.07. [Hören ...]

"EINE GELASSENHEIT, DIE ICH SONST NICHT GEHABT HÄTTE"

Sarah ist Architektin, hat mehrere Jobs – unter anderem ist sie selbständig, gestaltet Ausstellungen. Nicht nur architektonisch, sondern auch pädagogisch, entwickelt Beteiligungskonzepte. Ihre Auftraggeber sind oft kleine Museen, die nicht viel zahlen können. Sarah wird damit nicht reich, aber sie macht es trotzdem, weil sie es wichtig findet für eine demokratische Gesellschaft. Zugute kommt ihr, dass sie eine der 122 Probanden des Pilotprojekts Grundeinkommen ist. Für drei Jahre bekommt sie 1200 Euro im Monat, ein Jahr ist gerade vorbei. Nun hat sie ein Kind bekommen, und wenn die Elternzeit vorbei ist, könnte sie diese gering bezahlten Jobs nicht mehr machen – hätte sie nicht das bedingungslose Grundeinkommen.
Deutschlandfunk Kultur - Zeitfragen, 27. Juni [Hören...]

EINE ÜBERRASCHEND POSITIVE GESCHICHTE

Die Hilfsbereitschaft in Südwestsachsen – in Chemnitz und dem Erzgebirge – ist überwältigend. Familien in Städten und auf dem Land bieten Unterkunft in ihren Häusern und Wohnungen, Feuerwehren in den Dörfern organisieren Spendensammlungen. Vor einigen Jahren, nach 2015, kamen schon einmal Flüchtlinge in die Region – vor allem aus Syrien und Afghanistan. Damals wurden Zufahrten zu Geflüchtetenunterkünften blockiert, Bürger zogen mit Mistgabeln und Fackeln durch ihre Dörfer, allüberall machten sie mit „Nein zum Heim“-Kampagnen deutlich, dass die Geflüchteten nicht willkommen waren. Und plötzlich werden sie mit offenen Armen empfangen. Manch einer hofft jetzt, dass das Erzgebirge daraus lernt.
Deutschlandfunk Kultur - Länderreport, 21. April [Hören...]